somewhere sunset

 

 

In meiner neuen Arbeit "somewhere sunset", setze ich mich mit der Thematik des „Bildes“ auseinander.  Wie erzeugt das fotografische Medium das Bild?  Wann sehen wir Bilder oder ab wann sprechen wir von einem Bild? Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts hat Alvin Langdon Coburn, der eine Schlüsselfigur für den Piktorialismus war, betont, dass Fotografien nicht allein Symbole oder Bedeutungsträger sind, sondern auch „reine“ Objekte sein können, somit nicht allein sichtbar machen, sondern sichtbar sind. 

In dieser Arbeit ändert sich meine Vorgehensweise, ich stelle das technische Können in den Hintergrund, inszeniere nichts artifiziell oder suche nicht nach einem bestimmten Motiv. Der handwerkliche Perfektionismus transformiert sich zu einem Verlangen nach dem Experimentieren.
Mit einfachen, selbstgebauten Kameras, habe ich in einer intuitiven Art und Weiße, mehrere Filmrollen belichtet. Beim Zurückspulen dieser Rollen, habe ich abschließend durch intentional gesetzte Fehler, wie das erneute Aufnehmen von Licht, das festgehaltene Bildmaterial entfremdet. Dabei ist eine fiktive Wirklichkeit entstanden, ein malerisch-abstraktes Bild, das eine direkte Assoziation auslöst, ohne dies zu sein.

Das Verlangen nach neuen Experimenten, führt einen in ein ungewisses Feld, welches wiederum ein Spiel mit dem Unkontrollierbaren erzeugt.

Die Wahrnehmung wandelt sich. Vielleicht ist es auch das Suchen nach Etwas, einem Bild, welches in der dinglichen Welt, so nicht vorhanden war.
In diesem Fall:

Ein schlichter poetischer Moment.

 

 

 

 

In my new work I am dealing with the topic of the "image".  How does the photographic medium create the image?  When do we see images or when do we speak of an image? As early as the beginning of the 20th century, Alvin Langdon Coburn, who was a key figure in pictorialism, emphasized that photographs are not only symbols or carriers of meaning, but can also be "pure" objects, i.e. they not only make things visible, but are visible. 

In this work my approach changes, I put technical skill in the background, I don't stage anything artificially or look for a specific motif in front of the apparatus. The perfectionism of craftsmanship turns into a desire to experiment.

With simple, self-made cameras I exposed several rolls of film in an intuitive way. When rewinding these reels, I finally alienated the recorded film material by intentionally setting mistakes, such as taking light again. In the process, a fictitious reality was created, a painterly abstract image that triggers a direct association without being this reality.

The desire for new experiments leads into an uncertain field, which in turn creates a game with the uncontrollable.

The perception changes. Perhaps it is also the search for something, an image that was not present in the material world.

In this case:

A simple poetic moment.